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Dummy Working Test



Dummy, Dummyarbeit oder auch Dummytraining ist nur im erweiterten Sinne eine Hundesportart, ursprünglich war/ist sie die Ausbildung für Jagdhunde.
Im Prinzip kann jeder Hund der gerne Apportiert die Dummyprüfung ablegen, besonders geeingnet sind die Retriever Rassen die das Apportieren schon im Namen tragen to retrieve im deutschen zurück bringen.
Ziel: Den Dummy unversehrt zum Hundehalter zurück zubringen (Der Dummy ist der Beute ersatzt, denn wer möchte schon eine durch gekaute Ente im Topf?).

Geprüft wird in drei Klassen unerwünschtes Verhalten beim Working Tests
  • Bei einer Prüfung hört der Hund nicht auf den Hundeführer.
  • der Hund kaut auf dem Dummy rum(hält es nicht ruhig im Maul).
  • der Hund legt das Dummy einfach irgendwo ab.
  • das Dummy wird nicht sauber an den Hundführer übergeben.
Dummy Working Prüfung für Einsteigern (DPE):
1. Unterordnung
Der angeleinte Hund hat sich dicht an der Seite des Hundeführers zubewegen und das bei jedem Gangart wechsel. Dem Richter sind auf aufforderung die Gangarten Links und Rechts bei Fuss mit Kehrtwendungen zuzeigen. Dann wird der Hund abgeleint und macht auf aufforderung des Richter sitz. Der Hundefüher entfernt sich dann 20 Meter ohne sich umzudrehen und pfeift ihn dann zu sich und geht frei bei Fuss auf den Richter zu.
2. Apportieren von drei Dummies in gerader Linie
jeweils im Abstand von 10 Metern werden drei Dummys ausgelegt, die der Hund apportieren soll, die Reihenfolge ist da bei beliebig und Einweisen ist erlaubt. Der Hund muss dem Hundeführer mindestens zwei Dummys bringen um dise Prüfung zubestehen.
3. Apportieren mit verspätetem Schicken
Der Hundeführer entfernt sich mit seinem frei neben ihm laufenden Hund 20 Schritte vom Richter, dreht sich zum Richter um und lässt den Hund sitzen. Der Richter wirft ein Dummy in Richtung Hundeführer, etwa 10 m vor den Hund. Der Hundeführer dreht sich um und geht mit dem Hund 20 Schritte weiter, wendet sich zum Richter und lässt den Hund sitzen und schickt ihn zum Apportieren. Der Hund darf nicht einspringen.
Dummy Working
4. Markierapport
In 30 m Entfernung zum Hund wird ein Dummy geworfen, der unangeleinte Hund muss solange beim Hundeführer bleiben bis der Richter das zeichen zum apport gibt. Das Gelände sollte einen niedrigen Bewuchs haben und keine Hindernisse so das der Hund die fall Stelle gut sehen kann.
5. Sitz auf Entfernung mit Einweisen
Der Hundeführer schickt seinen Hund 5-10 m geradeaus und lässt ihn sitzen. Der Hundeführer kann ein Kommando zum bleiben geben. Dann wirft der Hundeführer links und rechts vom Hund je einen Dummy. Der Hundeführer bleibt dann an seinem Platz stehen und weist den Hund auf einen der Dummys ein. Die Wahl des ersten Dummys ist beliebig. Auf den zweiten Dummy wird nun der Hund vom Platz des Hundeführer zum apportieren eingewiesen.
Dummy Working Bestanden hat der Hund, der in der Gesamtwertung mindestens 15 Punkte, von möglichen 30 Punkten (pro Abschnitt sind es 6 Punkte), erreicht hat. Erreicht der Hund in einem Abschnitt keine Punkte so gilt er als durchgefallen.

Arbeitsgrundprüfung (AGP):

1. Leinenführigkeit und Folgen frei bei Fuß
Der Hund hat sich bei allen Gangarten, sowie bei Rechts- und Linkswendungen dicht an der Seite des Hundeführers zu bewegen.
2. Markierapport
Ein Dummy wird in 50 m Entfernung geworfen und mit Schuss markiert. Die Arbeitsfläche sollte einen niedrigen Bewuchs und keine Hindernisse haben. Der Richter gibt das Zeichen zum apport, solange muss der unangeleinte Hund neben dem Hundeführer warten.
3. Frei-Verlorensuche
Zwei Dummies werden in 30 m Entfernung und 30 m entfernt voneinander ausgeworfen. Das Gelände sollte einen guten Bewuchs haben, damit die Dummies nicht schon von Weitem zu sehen sind. Der unangeleinte Hund sollte die Dummys nicht sehen. Der Hundeführer soll nun seinen Hund anleiten ohne die Arbeitsflächen zubetreten. Zeit für beide Dummys 15 min.
Dummy Working
4. Einweisen
In einem übersichtlichen Gelände wird in 50 m Entfernung, für den Hund nicht sichtbar, ein Dummy ausgeworfen. Der Bewuchs sollte so hoch sein, dass der Dummy nicht schon von Weitem zu sehen ist. Der Hundeführer soll dann seinen Hund einweisen.
5. Apport aus tiefem Wasser
Das Wasser muss so tief sein, dass der Hund schwimmen kann. Ein Dummy wird ca. 20 m weit ins Wasser geworfen und mit Schuss markiert. Der Hundeführer und sein sitzender angeleinter Hund sind am Ansetzpunkt, auf zeichen des Richters soll der Hund dann das Dummy apportieren. Der Hund sollte sich erst nach Abgabe des Dummys schütteln.
6. Steadiness
Die Hunde werden in einem Abstand von ca. 5 m nebeneinander abgelegt. Die Hundeführer entfernen sich 30 m und bleiben gegenüber ihren Hunden stehen. Hinter den Hundeführer stehen Helfer, die Dummies ca. 15 m vor die Hunde werfen und mit Schuß markieren.
Dummy Working Der Hund hat mit 64 Punkten bestanden, Höchstpunktzahl ist 128 Punkte. Erreicht der Hund in einem Abschnitt keine Punkte so gilt er als durchgefallen.

Arbeitsaufbauprüfung (AAP):

1. Apport über tiefes Wasser
Das Gewässer sollte so tief sein, dass der Hund es schwimmend überqueren muss. Auf auf dem gegenüberliegenden Ufer soll der Hund das Dummy (das Hund und Hundeführer nicht sehen), über ein 20 - 30 m breit Gewässer apportieren.
2. Doppelmarkierung mit Verleitung
Der Hund soll zwei sichtbar geworfene und mit Schuss markierte Dummies apportieren. Der Winkel zwischen den Dummies soll 90 Grad betragen. Die Reihenfolge, in der die Dummies gebracht werden, ist beliebig. Befindet sich der Hund mit dem 2. Dummy auf dem Rückweg, wird auf halben Weg ein Verleitdummy geworfen. Der Hund soll das im Fang getragene Dummy unbeirrt apportieren, bevor er das Verleitdummy holen darf. Das Fallenlassen des Dummys während der Verleitung ist punktmindernd.
Dummy Working
3. Einweisen II
Vom Ansatzpunkt wird in 50 m Entfernung ein gut sichtbarer Stoppunkt markiert. Von dort aus wird im rechten Winkel in 50 m Entfernung das Dummy geworfen. Der Hund wird so dicht als möglich zu dem Stoppunkt dirigiert. Er soll dort abgestoppt und nach Zustimmung des Richters zur Ablegestelle eingewiesen werden. Der Hund soll erst auf einen Stoppunkt eingewiesen und dann weiter zu einer Ablagestelle geschickt werden, um einen Dummy zu apportieren.
4. Frei-Verlorensuche
Drei Dummies werden in 25 m Entfernung und 25 m entfernt voneinander ausgeworfen. Das Gelände sollte einen guten Bewuchs haben, damit die Dummies nicht schon von Weitem zu sehen sind. Der unangeleinte Hund sollte die Dummys nicht sehen. Der Hundeführer soll nun seinen Hund anleiten ohne die Arbeitsflächen zubetreten. Zeit für die drei Dummys 15 min.
Dummy Working Der Hund hat mit 54 Punkten bestanden, Höchstpunktzahl ist 108 Punkte. Erreicht der Hund in einem Abschnitt keine Punkte so gilt er als durchgefallen.

Wissenswertes:
Dummys sind Leinensäckchen die gefüllt sind mit Sand, Kork oder ähnlichem und sind der Beute Ersatz.
Komandosprache für die Hunde ist Englich (z.B. down für Platz)
Oft wird auch mit einer Pfeife gearbeitet.

Videos zum Dummy Working:
Hundesportvideos